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Bürger eines Drittstaats

Als iranischer Staatsangehöriger gelten Sie als Bürger eines Drittstaates, das heißt Sie sind weder Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union noch des Europäischen Wirtschaftsraumes oder der Schweiz. Um dauerhaft in Deutschland bleiben zu können, benötigen Sie eine Erlaubnis, den sogenannten Aufenthaltstitel., d.h. einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit (diese Titel sind aufgelistet in den §§ 18-21 Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Um einen Aufenthaltstitel zu erhalten, müssen Sie zunächst allgemeine Voraussetzungen erfüllen. Das heißt unter anderem, Sie müssen einen Pass besitzen, Ihr Lebensunterhalt während des Aufenthaltes muss gesichert sein und es darf kein Ausweisungsgrund vorliegen. Der Zweck des von Ihnen beabsichtigten Aufenthaltes und Ihre Ausbildung beziehungsweise Ihre fachlichen Qualifikationen bestimmen, welcher Aufenthaltstitel für Sie konkret in Frage kommt. 

Fachkräfte

Wenn Sie 
· ein konkretes Arbeitsplatzangebot haben,
· die allgemeinen Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels erfüllt sind und
· die Bundesagentur für Arbeit dem Arbeitsverhältnis zustimmt (zu Ausnahmen des Zustimmungserfordernisses),
kann Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung gem. § 18 AufenthG erteilt werden.

Hochqualifizierte

Als hochqualifizierter Iraner können Sie unter bestimmten Voraussetzungen sofort einen unbefristeten Aufenthaltstitel, die sogenannte Niederlassungserlaubnis, erhalten (§ 19 AufenthG). Hochqualifizierte Ausländer sind insbesondere Wissenschaftler mit besonderen fachlichen Kenntnissen und Lehrpersonen sowie wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Funktion. 

Blaue Karte EU

In Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie, die darauf abzielt, einen gemeinsamen Aufenthaltstitel für Hochqualifizierte auf EU-Ebene einzuführen, diesen attraktiv auszugestalten und so die Migration von Hochqualifizierten zu erleichtern und zu fördern, wurde mit der Blauen Karte EU ein neuer Aufenthaltstitel für Ausländer mit akademischem oder diesem gleichwertigen Qualifikationsniveau und einem bestimmten Mindestgehalt in das Aufenthaltsgesetz aufgenommen. Mit der Blauen Karte EU können Iraner, die einen Hochschulabschluss oder eine vergleichbare Qualifikation besitzen, einen Aufenthaltstitel zum Zweck einer ihrer Qualifikation angemessenen Beschäftigung erhalten. 
Bei der Blauen Karte EU handelt es sich um eine bei erstmaliger Erteilung auf höchstens vier Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis. Voraussetzungen für die Erteilung sind:

  • deutscher oder anerkannter ausländischer oder vergleichbarer ausländischer Hochschulabschluss,

  • Vorlage eines Arbeitsvertrages oder eines verbindlichen Arbeitsplatzangebotes,

  • grundsätzlich Nachweis eines jährlichen Mindestbruttogehalts von 52.000 Euro, Ausnahme: Bei Erteilung einer Blauen Karte EU an Naturwissenschaftler, Mathematiker und Ingenieure sowie an Ärzte und IT-Fachkräfte wird eine niedrigere Gehaltsgrenze von 40.560 Euro zu Grunde gelegt.

  • Befristung auf höchstens vier Jahre bei erstmaliger Erteilung Ausnahme: Bei kürzerem als vierjährigem Arbeitsvertrag wird die Erteilung des Aufenthaltstitels auf die Dauer des Arbeitsvertrages zuzüglich drei Monate befristet. Dem Inhaber einer Blauen Karte EU ist eine unbefristete Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er

  • seine Beschäftigung als Hochqualifizierter über 33 Monate ausgeübt hat,

  • in diesem Zeitraum Pflichtbeiträge oder andere Belege für Aufwendungen auf einen Anspruch auf Versicherungsleistungen, die denen aus der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbar sind, nachweisen kann und

  • die übrigen für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis allgemein notwendigen Voraussetzungen vorliegen.

  • Soweit der Inhaber der Blauen Karte EU über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt (Niveau B1), wird die Niederlassungserlaubnis bereits nach 21 Monaten erteilt.